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Die Wiederentdeckung der Heilerde
Heilerde in früheren Kulturen
Die Wiederentdeckung der Heilerde
Adolf Just
Heilerde-Gesellschaft
Die Wiederentdeckung der Heilerde
  Von den vier Elementen der Antike, Erde, Wasser, Luft und Feuer, hat vor allem die Erde in der naturheilkundlichen Bewegung des 19. Jahrhunderts eine Renaissance als Therapieprinzip erfahren und ist auch am Beginn unseres Jahrhunderts nicht aus dem therapeutischen Arsenal des (auch) naturheilkundlich arbeitenden Arztes wegzudenken.


In der Neuzeit waren es vor allem medizinische Laien, die die alten Vorstellungen um die "heilenden Erden" wieder aufgriffen:
Der Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) benutzte neben seinen Wasseranwendungen auch Erde (Lehm) zur Behandlung von Hautausschlägen, Wunden, Unterschenkelgeschwüren u. a., der Buchhändler und Naturheilkundige Adolf Just (1859-1936) empfahl den Löß auch für die innerliche Anwendung und hat Heilerde erstmals in seiner im Jahre 1886 gegründeten Naturheilanstalt „Jungborn“ mit großem Erfolg eingesetzt.

Sein Schüler Emanuel Felke (1856-1926), wurde wegen seiner Heilerfolge mit Erde "Lehmpastor" genannt.
Unter den Akademikern ragt der Würzburger Chirurg Julius Stumpf (1856-1932) hervor, der beachtliche Ergebnisse bei der Wundbehandlung sowie bei der Therapie nässender und eiternder Geschwüre mit getrocknetem und gepulvertem Lehm erzielte.

Bis auf den heutigen Tag haben sich Fango bzw. Schlamm, Schlick, Lehm in der Balneotherapie sowie Löß für die äußerliche und innerliche Anwendung erhalten.

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